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SPIELETEST
X-Blades
„Ist ihr Po etwa nackt?“ – Diese Frage wurde mir unlängst gestellt, als ich „X-Blades“ spielte. „Nicht ganz“, antwortete ich. Ayumi, die Hauptcharakterin des eben genannten Spiels, ist schon etwas Besonderes: Halb nackt turnt sie durch verdammte Gebiete und verprügelt dabei tausende Feinde. „X-Blades“ ist ein Hack & Slash der alten Schule – und im Gegensatz zu ihren Genre-Kollegen hält Ayumi rein gar nichts von Rüstungen, die sie vor feindlichen Angriffen schützen würden. Sie ist auch so ziemlich widerstandsfähig. „X-Blades“ erzählt eine Geschichte von Gut und Böse, die im Spiel durch hübsche Anime-Zwischensequenzen präsentiert wird. Einst wurde das Universum von zwei Wesen beherrscht, die von allen Völkern verehrt wurden. Das vermeintlich brüderliche Verhältnis jener beider Wesen wurde allerdings stets von einigen Personen auch in Frage gestellt, denn niemals war klar, wer die wirkliche Nummer Eins war. Der Leuchtende setzte sich stets für das Wohl aller Völker ein, der Finstere bot hierzu einen Gegenpol. Eines Tages entbrannte ein Kampf zwischen diesen beiden Wesen, die Menschen hatten fortan immer wieder hierunter zu leiden. Schließlich konnte der Leuchtende siegen und den Finsteren in ein Artefakt verbannen. So verlor aber auch der Leuchtende seine Macht, denn diese war untrennbar an den Finsteren gebunden. Es entstand ein zweites Artefakt, das zusammen mit dem anderen von den Menschen in einer gigantischen Tempelanlage versteckt wurde. Die Macht des Finsteren war aber keineswegs ausgelöscht: Sie versah die Artefakte mit einem Fluch, der die Mächte der Dunkelheit wieder erstarken lässt, wenn Menschen mit den Artefakten in Berührung kommen…

Wirklich spannend ist diese Geschichte zwar zu keinem Zeitpunkt, doch sind die bereits angesprochenen Anime-Zwischensequenzen halt ganz gut – vor allem auf Grund der visuellen Präsentation habe ich mir die Filmchen immer wieder angeguckt. Ich denke, dass das bei den allermeisten anderen Spielern dort draußen in der großen, weiten Welt kaum anders sein dürfte. Aber wer spielt denn auch schon ein Hack & Slash wegen der Hintergrundgeschichte? Das dürften nur die allerwenigsten sein. Viel mehr geht es hier doch um ein gelungenes Gameplay, welches das Abmurksen von Monstern unterhaltsam gestaltet. „X-Blades“ ist in viele kleine Levels unterteilt. In diesen geht es stets darum, eine bestimmte Anzahl Monster zu vernichten, einen Bossgegner zu besiegen oder Fallen auszuweichen. Von Anfang an sehr auffällig ist, dass Ayumi extrem schnell läuft und zuschlägt, aber sehr langsam wird, wenn sie springt. Solltet ihr während eines Sprungs mit Ayumis Feuerwaffen zu schießen beginnen, schwebt ihr fast schon in Zeitlupe zu Boden. Warum ich das bereits jetzt anspreche? Ganz einfach: Im Spiel musste ich mich hierüber immer wieder ärgern. Die Sache ist nämlich die, dass eure Feinde grundsätzlich auch sehr schnell sind, manchmal sogar schneller als ihr. Wenn ihr mit den beiden Schwertern oder mit Magie (dazu gleich mehr) angreift, könnt ihr oftmals problemlos mit euren Feinden mithalten, doch sobald ihr Sprungelemente in eure Attacken einbaut, verliert ihr deutlich an Geschwindigkeit und werdet so zum besseren Ziel.

Ich will damit nicht behaupten, dass „Air Strikes“ in „X-Blades“ keine gute Wahl sind, doch sollten sie wohlüberlegt sein und geübt werden (bzw. von euch auf höhere Level gebracht werden, dann sind sie nämlich alsbald vernichtende Mittel). Viele Feinde erfordern von euch magische Angriffe, wobei diese immer erst mit erbeuteten Seelen freigekauft werden müssen. Ihr kommt also nicht drum herum, einige Abschnitte immer wieder zu spielen, um von den Feinden die Seelen zu nehmen und diese anzusparen. Dabei solltet ihr aber immer darauf achten, dass die Magieangriffe in Bezug auf ihre zu Grunde liegenden Elemente ausgeglichen sind. Kommt ihr nämlich zu einem Gegner, der euch Feuerbälle entgegen schleudert, müsst ihr über einen Eisangriff verfügen, sonst seht ihr alt aus. Im Bestiarium, das ihr über das Pausemenü aufrufen könnt, erhaltet ihr grundsätzlich Informationen zu euren Feinden. Neue Einträge solltet ihr euch möglichst immer sofort ansehen, da das viel Frust vermeiden kann. Manche Feinde sind nämlich so stark, dass sie euch innerhalb weniger Sekunden töten, wenn ihr nicht ihre Schwachstelle kennt. Ich hatte mich zu Beginn nicht um das Bestiarium gekümmert und war der Meinung, das Spiel dennoch problemlos durchspielen zu können. Mit dieser Sicht der Dinge lag ich gründlich falsch: Beim Spinnenendgegner kam ich nicht mehr weiter. Den Kampf konnte ich erst gewinnen, als ich mir im Bestiarium Informationen zu den Spinnen geholt hatte. Lesen lohnt sich manchmal eben doch. Magie könnt ihr allerdings nur dann einsetzen, wenn eure Rage-Anzeige voll genug ist. Sie füllt sich, wenn ihr getroffen werdet oder ihr Gegnern Schaden zufügt. Alternativ könnt ihr auch rote Kristalle zerschlagen, doch stehen diese nicht immer zur Verfügung.
 
Autor: Frederik  Seite: [1] [2] [Fazit/Wertung]
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