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Der Name „PixelJunk Shooter“ lässt an ein Actionspiel denken, doch das ist dieser Titel keineswegs. Q Games‘ neuestes Werk ist vielmehr ein stilvolles Geschicklichkeitsspiel. Was das Spiel so gut macht, erfahrt ihr in unserem Test! „PixelJunk Shooter“ versetzt euch in eine weit entfernte Zukunft: Die Menschheit ist in die Weiten des Alls expandiert. Doch eines Tages fängt euer Mutterschiff die Notrufsignale einer Kolonie auf. Fortan liegt es an euch, unterirdische Höhlensysteme zu erkunden und alle Überlebenden zu retten. Ihr steuert euer Rettungsschiff mit den beiden Analogsticks: Mit dem linken Stick bewegt ihr euch in alle Himmelsrichtungen, mit dem rechten dreht ihr euch. Ihr müsst euch keine Gedanken darüber machen, an einer Felswand anzuecken: Das schadet eurem Schiff nicht. Nur wenn ihr eine spezielle Trophäe haben wollt, müsst ihr einen kompletten Level absolvieren, ohne irgendwo gegen zu stoßen. Achtgeben müsst ihr allerdings vor Lava und anderen gefährlichen Flüssigkeiten, aber nicht vor Wasser. Wasser spielt in „PixelJunk Shooter“ eine elementare Rolle: Mit dem kühlen Nass könnt ihr Seen aus Lava entschärfen und in bröckliges Gestein verwandeln.
In dieses könnt ihr dann Tunnel schießen und euch so Zugang zu neuen Gebieten verschaffen. Das macht ihr im Laufe der Levels immer wieder, doch ist nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich, wie sich das jeweilige Problem lösen lässt. Richtig nachdenken müsst ihr zu keinem Zeitpunkt, mit einem gewissen spielerischen Anspruch werdet ihr jedoch immer konfrontiert. Am unteren Bildschirmrand befindet sich eine Temperaturanzeige. Erreicht diese den dunkelroten Bereich, ist euer Schiff in Kürze Schrott. Ihr könnt also nicht so einfach über einem Lavafluss fliegen oder gar durch einen Lavafall durchbrechen. Ist euer Schiff aufgeheizt, könnt ihr euch wahlweise ein sicheres Plätzchen suchen oder im kalten Wasser abtauchen. Neben natürlichen Gefahrenquellen bekommt ihr es auch mit einigen Feinden zu tun. Zu Beginn schießen diese einfach auf euch oder versuchen, euch durch Rammattacken zu zerstören, doch spätere Feinde sondern literweise Lava ab, was vor allem auch für die Überlebenden in der näheren Umgebung eine Gefahr darstellt.
Werden diese von der Lava oder von anderen gefährlichen Flüssigkeiten erfasst, sterben sie umgehend. Sterben zu viele, müsst ihr den Level neustarten. Um die Menschen zu retten, müsst ihr in ihre Nähe fliegen und sie dann mit eurem Greifarm einsammeln. Unter Zeitdruck steht ihr bei diesen Rettungsaktionen nur selten. Meist könnt ihr euch so viel Zeit lassen wie ihr wollt. Nur wenn zum Beispiel ein Vulkanausbruch droht, müsst ihr schnell handeln. Den eben erwähnten Greifarm könnt ihr auch zum einsammeln von Diamanten benutzen. In jedem Level ist eine bestimmte Anzahl der Edelsteine versteckt, für 100 Prozent benötigt ihr natürlich alle. Manche Diamanten liegen ganz offen in der Gegend herum, anderen sind gut versteckt in geheimen Nebenhöhlen oder in Erdhaufen. Es läuft also unweigerlich darauf hinaus, dass jeder Level mehrmals gespielt werden muss – es ist nämlich unwahrscheinlich, dass ihr bereits beim ersten Durchgang alle Überlebenden rettet und alle Schätze findet.
Und das ist auch gut so, denn im Grunde ist „PixelJunk Shooter“ leider kein sonderlich umfangreiches Spiel: Nach rund acht Stunden seid ihr komplett durch und habt alle Trophäen. Wie passend, dass das Spiel acht Euro kostet – ein Euro für eine Stunde Spielspaß ist sehr gut, wenn man mal bedenkt, dass viele Vollpreisspiele kaum doppelt so lang wie „PixelJunk Shooter“ sind. Wenn ihr mögt, könnt ihr das Spiel im Übrigen auch gemeinsam mit einem Freund oder einer Freundin an einer PlayStation 3 spielen. Das ist ganz nett, macht dieses sowieso schon ziemlich einfache Spiel aber noch einfacher. Der Zweispielermodus ist daher nicht mehr als eine nette Dreingabe. Optisch ist „PixelJunk Shooter“ sehr simpel gehalten, doch kann der Stil vollends überzeugen. Das Spiel ist wunderschön, auch ganz ohne moderne 3D-Effekte. Zu gefallen weiß auch der abwechslungsreiche Soundtrack, die eingestreuten Effekte könnten liebenswürdiger kaum sein.
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| SCREENSHOTS |
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