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Nicht alle Spiele, die einfach aussehen, müssen das auch zwangsläufig sein: Als ich unlängst das „Burn Zombie Burn“ Sonderangebot im PlayStation Store entdeckte, musste ich an die gute, alte Zeit denken und sofort zulangen. Ich hatte damit gerechnet, dass „Burn Zombie Burn“ ein Simpel-Shooter mit tausenden latschenden Leichen sein würde, doch bereits nach wenigen Minuten musste ich feststellen, dass das Spiel alles andere als einfach ist. Tausende durch die Gegend zockelnde Leichen gibt es zwar in der Tat, doch benötigte ich mehrere Anläufe, bis ich alleine den ersten Level absolvieren konnte. In „Burn Zombie Burn“ geht es nicht darum, die Zombie-Horden einfach nur abzumurksen – wenn ihr das macht, könnt ihr unmöglich ausreichend viele Punkte sammeln. Selbst die Anforderungen für Bronze-Medaillen sind regelmäßig sehr hoch, von denen für Silber und Gold ganz zu schweigen. Richtig viele Punkte bekommt ihr in „Burn Zombie Burn“ nur, wenn ihr ein kalkuliertes Risiko eingeht: Zündet ihr Zombies an, werden diese gefährlicher, steigern aber auch euren Punktemultiplikator.
30 brennende Zombies bedeuten somit, dass eure erzielten Punkte x30 gerechnet werden. Je mehr, desto besser – zumindest könntet ihr das jetzt glauben. Aber so einfach ist das nicht. Viele brennende Zombies bedeuten eine große Gefahr für euer Leben, immerhin dürft ihr euch nicht von ihnen erwischen lassen. Und das ist in Anbetracht der Tatsache, dass die Areale stets ziemlich klein sind, gar nicht mal so einfach. Ihr steht also andauernd vor der Entscheidung, auf Nummer sicher zu gehen und weniger Punkte zu erzielen oder mehr Zombies anzuzünden, so einen höheren Multiplikator zu bekommen, aber möglicherweise auch schneller zu sterben. Doch auch wenn ihr das Prinzip hinter dem Spiel verstanden habt, bedeutet das noch lange nicht, dass ihr nach ein paar Stunden alle Medaillen erspielt habt. „Burn Zombie Burn“ ist wirklich – und wenn ich wirklich sage, dann meine ich auch wirklich – schwierig. Wenn ihr alle Silber- und Gold-Medaillen haben wollt, benötigt ihr ganz viel Übung. Solltet ihr nur auf ein paar schnell zu erhaschende Trophäen aus sein, solltet ihr euch auf jeden Fall ein anderes Spiel suchen!
Es ist ja nicht nur so, dass euch eine brennende Horde am Hintern klebt: Alsbald bekommt ihr es auch mit besonderen Zombies zu tun, die beispielsweise richtig schnell laufen oder sich in die Luft sprengen können. Und wenn sie das tun, dann erwischen sie meist auch einige brennende Zombies und ihr müsst euren Multiplikator von Neuem aufbauen. Nur gut, dass euch verschiedene Waffen zur Verfügung stehen. Ihr startet jeden Level mit einer wenig hilfreichen Pistole, könnt aber Uzis, Schrotflinten, Kettensägen, Miniguns, Baseballschläger und andere Waffen einsammeln. Als besonders hilfreich hat sich auf meinen Ausflügen die Schrotflinte erwiesen: Mit dieser lassen sich gefährlich nahkommende Zombies zurückdrängen und meist mit einem Schuss erledigen. Die mächtigste Waffe ist jedoch auf jeden Fall das TNT. Setzt ihr dieses richtig ein, könnt ihr innerhalb weniger Sekunden tausende Punkte scheffeln. Dumm nur, dass es einem nicht immer zur Verfügung steht. Um nicht zu eintönig zu sein, bietet „Burn Zombie Burn“ verschiedene Spielmodi. Im Standartmodus geht es einfach nur darum, eine bestimmte Anzahl Punkte zu sammeln, bevor alle Leben aufgebraucht sind. In einem anderen Modus steht ihr unter Zeitdruck. Und wenn euch das noch nicht genügt, könnt ihr einen Spielmodus starten, in dem ihr ein Auto samt Frau beschützen müsst.
Abgesehen von diesen Spielmodi gibt es auch diverse Herausforderungen. In einer müsst ihr beispielsweise mit einem explodierenden Kopf hantieren. Für etwas Abwechslung ist also durchaus gesorgt. Wenn ihr eine Freundin oder einen Freund bei euch daheim habt, könnt ihr auch zu zweit spielen. Online geht das leider nicht. „Burn Zombie Burn“ macht allgemein viel Spaß, jedoch leidet dieser unter zwei wesentlichen Problemen: Ersten gibt es keine Dual-Stick-Steuerung, obwohl sich eine solche bei so einem Spielprinzip geradezu aufdrängt. Ihr steuert eure Spielfigur mit dem linken Stick, müsst aber alle Aktionen über die Buttons ausführen. Das ist mitunter unhandlich. Zweitens gibt es in allen Levels Stellen, an denen man andauernd hängen bleibt. Und es ist doch ausgesprochen frustrierend, wegen so etwas ein wertvolles Leben zu verlieren. Grafisch ist „Burn Zombie Burn“ durchschnittlich. Die Optik bietet zwar viel Humor, doch wird die Power der PlayStation 3 nicht ansatzweise ausgenutzt. Der Sound weiß dafür richtig zu gefallen. Er ist wunderbar „trashig“ und einfach unterhaltsam.
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