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SPIELETEST
LEGO Harry Potter: Die Jahre 1-4
Die Modelle aus dem Hause LEGO sind ein wahrer Spaß für Kinder, Jugendliche und sogar Erwachsene. Erst vor wenigen Monaten habe ich mir dieses überaus coole Segelschiff gekauft, zum Geburtstag werde ich mir vermutlich das Karussell gönnen. Während Kinder und wohl auch Jugendliche aktiv mit den Modellen spielen, sind sie für mich reine Ausstellungsstücke. Andere Leute stellen sich Vasen oder irgendwelche komischen Skulpturen auf die Schränke, ich hingegen Bausätze von LEGO. Meinen Spieltrieb lebe ich seit Jahren in den LEGO-Spielen von TT Games aus: zuerst war da die Adaption von „Star Wars“, „Batman“ und „Indiana Jones“ folgten. Und seit einer Woche steht jetzt „LEGO Harry Potter: Die Jahre 1-4“ in den Läden. Wie gut das Spiel ist, erfahrt ihr in diesem Testbericht!

Wie der Name schon sagt, deckt das Spiel die ersten vier Jahre ab, basiert also auf den ersten vier Büchern bzw. Filmen. Natürlich hat TT Games die Geschichte nicht 1-zu-1 umgesetzt, sondern diese mit unzähligen Witzen angereichert. Brüllen vor Lachen müsst ihr zwar nie, doch das Schmunzeln auf euren Lippen möchte einfach nicht mehr verschwinden. Welches andere Spiel kann das schon von sich behaupten? Während die vorausgegangenen LEGO-Spiele – mit Ausnahme von „LEGO Rock Band“ – sehr kampflastig waren, beschreitet „LEGO Harry Potter: Die Jahre 1-4“ in dieser Hinsicht andere Wege: Zwar kloppt ihr euch auch mit einigen Fieslingen, doch die meiste Zeit verbringt ihr mit dem Lösen von kleineren Rätseln. Wie es sich für ein Spiel mit Zauberern gehört, kommen dabei die unterschiedlichsten Zaubersprüche zum Einsatz – wer die Bücher gelesen bzw. die Filme gesehen hat, ist hier klar im Vorteil. Warum? Ganz einfach: Wer zum ersten Mal diese ganzen komischen Namen hört, hat keine fünf Minuten später wieder vergessen, für was der jeweilige Zauber eigentlich gut ist. Zu Beginn herrscht also unter Umständen etwas Verwirrung.

Neue Zaubersprüche erlernt ihr im Übrigen in Unterrichtsstunden, wobei diese im Grunde reine Story-Levels sind: Ihr sollt mit dem neuen Zauber ein paar Objekte manipulieren und wenn ihr das geschafft habt, weicht er euch nicht mehr von der Seite. Auch sonst verbringt ihr viel Zeit mit der Manipulation von Objekten: Überall will irgendetwas zerstört oder wieder zusammengesetzt werden. Nicht immer ist das, was passieren soll, auf den ersten Blick ersichtlich, doch mit etwas Nachdenken kommt ihr immer zügig weiter. Wenn ihr durch die Story hetzt, seht ihr das Ende bereits nach sechs oder sieben Stunden. Doch wer die vorausgegangenen LEGO-Spiele gespielt hat, der weiß, dass es noch viel mehr zu tun gibt: Für besondere Leistungen erhaltet ihr zum Beispiel bunte Steine, die Cheats freischalten. Außerdem dürft ihr euch über 100 bekannte Charaktere kaufen und mit ihnen die Levels erneut durchspielen oder einfach Ausschau nach weiteren Boni halten. Immer wieder negativ fällt bereits früh auf, dass das Zielen mit Zaubern nicht so funktioniert, wie es funktionieren sollte: Gerne visiert euer Charakter genau das an, was ihr nicht anvisieren wolltet (zum Beispiel Mitschüler). Das stört, beeinträchtigt den Spielspaß aber nicht wirklich.

Ganz offensichtlich hat sich TT Games die Kritik an den vorausgegangenen Spielen zu Herzen genommen, denn „LEGO Harry Potter: Die Jahre 1-4“ beinhaltet erstaunlich wenig „Bugs“, also Fehler. Es kann mal passieren, dass ihr irgendwo hängen bleibt und vielleicht müsst ihr den einen oder anderen Level einmal neustarten, doch permanente Abstürze gehören beispielsweise der Vergangenheit an. Noch immer nicht ganz optimal ist die künstliche Intelligenz eurer Begleiter. Rätsel mit einem kooperativen Element können so schnell mal etwas nervig werden. Ihr solltet euch daher immer einen Mitspieler suchen, auch wenn es nur die sechs Jahre alte kleine Schwester ist. Mit einem zweiten menschlichen Spieler macht „LEGO Harry Potter: Die Jahre 1-4“ einfach viel mehr Spaß! Grafisch ist das Spiel auf allen Systemen hübsch anzusehen, den LEGO-Look konnte TT Games abermals perfekt einfangen. Auf eine Sprachausgabe wurde auch dieses Mal verzichtet, die Charaktere grunzen also wieder nur etwas – dem Spielwitz ist das nur dienlich. Auch sonst kann der Sound überzeugen.
 
Autor: Frederik  Seite: [1] [Fazit/Wertung]
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